Rosmarin

Rosmarin

Durchblutungsfördernd und antioxidativ

INCI: Salvia rosmarinus

Der Rosmarin ist ein aromatisch duftender, immergrüner Strauch mit nadelartigen, ledrigen Blättern. Er ist im Mittelmeerraum heimisch, wird jedoch auch in Mittelasien, Indien, Südafrika und in den USA kultiviert. Verwendet werden die Rosmarinblätter und das aus ihnen gewonnene ätherische Öl. Neuere Forschungsergebnisse belegen eine enge genetische Verwandtschaft zwischen dem Rosmarin und der Gattung Salvia, so dass der offizielle botanische Name nicht mehr Rosmarinus officinalis, sondern Salvia Rosmarinus lautet.

Rosmarin wird mit dem Messer zerkleinert

Salvia Rosmarinus

  • Familie: Lamiaceae (Lippenblütengewächse)
  • Synonym(e): Weihrauchkraut, Anthoskraut, Kranzenkraut
  • englisch: Rosmary
  • französisch: Rosmarin
  • Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl (Campher, 1,8-Cineol, α-Pinen), Flavone, Zimtsäurederivate (darunter Rosmarinsäure), Diterpenphenole (darunter Carnosolsäure), Triterpene, Polysaccharide.

Kosmetische Wirkung von Rosmarin

Rosmarin wirkt durchblutungsfördernd und wird daher gerne in Präparaten für reife Haut oder in Pflegemitteln gegen Cellulite eingesetzt, um die Blutzirkulation anzuregen und den Hautstoffwechsel zu fördern. Bei Tinkturen aus Rosmarinblättern sind bisher keine allergischen Reaktionen bekannt; beim Einsatz des ätherischen Öls oder des CO2-Extrakts können gelegentlich Irritationen auftreten. Sehr aromatisch und belebend ist Rosmarinhydrolat, das sowohl fettende, unreine als auch bei müde, alternde Haut pflegt und als belebendes Haarwasser geeignet ist.

Interessant ist, dass Carnosolsäure im Sommer zu Carnosol oxidiert wird und dabei als Antioxidans wirkt, dass die pflanzeneigenen Membranfettsäuren vor Oxidation schützt. Studien zeigen, dass die antioxidative Wirkung von Rosmarin-Extrakt die von α-Tocopherolen und Ascorbinsäure übertrifft. Er wird daher sowohl kosmetisch als auch in der Lebensmittelindustrie als Antioxidans in fetthaltigen Zubereitungen eingesetzt.

Ernte

Nach mindestens 2 sonnigen Tagen die jungen Triebspitzen ernten (ohne verholzte Stängelanteile), möglichst kurz vor oder zu Beginn der Blüte.

Verwendung

Als wässrig-alkoholischer Auszug (50–70 % vol.), Ölauszug, ätherisches Öl, Hydrolat oder als CO2-Extrakt.

Herstellung von Rosmarinöl: Junge, noch nicht verholzte Triebe ernten, sehr fein schneiden und 1:10 mit Olivenöl bedecken. 2 Wochen täglich das Glas mehrmals am Tag bewegen und darauf achten, dass alles gut bedeckt ist. Gut durch ein Gazetuch filtern, in dunkle Flaschen füllen und kühl stellen.
Herstellung von Hydrolat: Junge, noch nicht verholzte Triebe ernten, sehr fein (!) schneiden und 1:1 destillieren (das bedeutet: 100 g Pflanzenmaterial ergeben 100 ml Hydrolat). Optimal ist, das ätherische Öl im Hydrolat zu belassen und es als Gesichts- oder Haarwasser zu verwenden.

Heike
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