Fuß-Badekiesel mit Mentor

Fuß-Badekiesel mit Menthol

Mit Kakaobutter, erfrischendem Menthol und Urea

Sobald die Tage wärmer werden, rückt offenes Schuhwerk unsere Füße ins Licht der Aufmerksamkeit. Damit dieses Licht auf erfreuliche Anblicke fällt, sind Fußbäder ein guter Start in eine effektive Fußpflege. In diesem Beitrag möchte ich eine Rezeptur vorstellen, die ich 2012 das erste Mal in meinem Buch »Naturkosmetik selber machen« veröffentlicht habe: Fuß-Badekiesel mit erfrischendem Menthol. Die Rezeptur ist unkompliziert und das Ergebnis, in einem schönen Tiegel offeriert, ein schönes Geschenk für liebe Menschen.

Die Idee

Bei der Entwicklung dieser Formulierung spielte ich zunächst mit dem Gedanken, sie in Formen zu streichen. Als ich die Kräuter unter die Masse arbeitete, nahm ich die optische Analogie zu Kieselsteinen wahr und »dachte die Idee konsequent weiter«. Ich muss jedoch gestehen: Die Pflanzenpartikel sind in den Kieseln optisch weitaus attraktiver als später im Fußbad, wenn sie im Wasser schweben – dies gilt jedoch für alle Kosmetikprodukte dieser Art.

Fuß-Badekiesel mit Mentor

INCI

Theobroma Cacao (Cocoa) Seed Butter, Sodium Bicarbonate, Urea, Citric­ acid, Mentha x piperita, Menthol, Lavandula angustifolia, Thymus vulgaris, Starch

Menge: ca. 110 g (8 – 10 Kiesel)

Anwendung

Lösen Sie 1–2 Fuß-Badekiesel in einer Schüssel mit warmem Wasser auf. Baden Sie einmal wöchentlich Ihre Füße für ca. 20 Minuten und behandeln Sie verhornte Stellen mit einem Bimsstein.

Die Rezeptur

Phase A

  • 30,0 g Natriumhydrogenkarbonat
  • 25,0 g Zitronensäure
  • 22,5 g Urea
  • 2,0 g Pfefferminzblätter, getrocknet (oder andere getrocknete, grüne Kräuter)
  • 0,5 g Menthol, kristallin

Alle Zutaten in einer elektrischen Mühle feinst pulverisieren und mischen.

  • (Wenn Sie haben: Eine Messerspitze Chlorophyll-Pulver, es färbt die Kiesel grünlich)

Zur Masse geben und gut einrühren. Diese Ingredienz hat eine rein optische Funktion; Sie können sie weglassen.

Phase B

  • 30,0 g Kakaobutter
  • 10 Tr. ätherische Öle (z. B. Lavendel, Thymian)

Kakaobutter im Wasserbad schonend schmelzen, die ätherischen Öle einrühren. Flüssige Butter zum Pulver geben, mit behandschuhten Hände­n zu einer homogenen, glatten Masse verarbeiten.

  • pflanzliche Stärke aus der Küche (soviel wie nötig)

Korrigieren Sie die Beschaffenheit mit etwas Stärke. Die Masse muss sich gut formen lassen, darf jedoch nicht kleben.

Nun wird die Masse in kleine Förmchen gestrichen oder, wie auf dem Foto, zwischen den Handflächen (aus hygienischen Gründen bitt­e Handschuhe tragen) zu kleinen, rundlichen, leicht abgeflachten »Kieseln« gerollt.

Die fertigen Fuß-Badekiesel 20 Minuten ins Tiefkühlfach geben, anschließend in einer mit Zellstofftuch ausgelegt­en Box zugedeckt mindestens 24 Stunden durchhärten lassen. Sehr dekorativ wirken die Badekiesel in einer Glasdose, die zudem den Duft der ätherischen Öle bewahrt.

Als Geschenk lassen sich die Badekiesel dekorativ verpacken – z. B. mit einem Naturbimsstein als Fußpflege-Set. Mikrobiologisch sind sie übrigens völlig unproblematisch: Die Inhaltsstoffe schaffen ein Klima, in dem sich weder Bakterien noch Hefen und Schimmel wohl fühlen. Selbst wenn der Beschenkte sie im Badezimmerschrank vergisst, müssen wir uns keine Gedanken um seine Hautgesundheit machen.

Heike

UREA IN EINEM BADEKIESEL?

Die eine oder der andere wird vermutlich gegrübelt haben, warum ich Urea in der Rezeptur verwende. Die keratolytische, hornhauterweichende Wirkung von Harnstoff ist unbestritten, erfordert jedoch weitaus höhere Konzentrationen als in einem Fußbad durch diese Badekiesel erreicht werden können – das musste ich schnell feststellen.

Urea hat in diesem Produkt eine Funktion, die ich völlig zufällig entdeckt habe. Im Zuge der Produktentwicklung testete ich mit verschiedenen Zusammensetzungen. Interessanterweise zeigt das feinst pulverisierte Urea eine interessante Eigenschaft: Die Badekiesel binden eine gewisse, nicht spürbare Feuchtigkeit und erhalten dadurch eine Konsistenz, die nach einer gewissen Lagerzeit in Struktur und Haptik an Bimsstein erinnert (und als solche kann man die Kiesel vor Auflösen durchaus benutzen).

Wichtig: Urea muss feinst zermahlen werden, sonst wird die Masse bröselig.

© Heike Käser | OLIONATURA®

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