Borretschsamenöl

Entzündungshemmende, regenerierende Pflege für atopische Haut

INCI: Borago Officinalis (Borage) Seed Oil

Die ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet stammende, einjährige Borretschpflanze, auch »Gurkenkraut« genannt, gehört zur Familie der Boraginaceae und wird heute auch in wärmeren Regionen Europas, Westasien und den USA kultiviert. Am besten gedeiht sie auf feuchtem, gut durchlässigen Boden; ihre attraktiven blauen Blüten machen sie auch zu einer attraktiven Gartenpflanze.

Blüten des Borretsch, aus dessen Samen Borretschöl gepresst wird

Borago Officinalis (Borage) Seed Oil

  • Wirkstofföl | Ölgruppe: W-2
  • Jodzahl: 130–150
  • Verseifungszahl: 184–194
  • HLB-Wert: 7
  • Schmelzbereich: 20 °C
  • Typ: halb trocknend
  • Spreitwert nach Olionatura®: mittelspreitend
  • Anteile an Unverseifbarem: 0,5–2 %
  • Zusammensetzung: Linolsäure (ca. 37 %), γ-Linolensäure (ca. 21 %), Ölsäure (ca. 17 %), Palmitinsäure (ca. 10 %), Erucasäure (ca. 3 %). Tocopherole (ca. 73–111 mg/100 gr), Flavonoide, Mineralstoffe.
  • Haltbarkeit (nach Anbruch des Gebindes): ca. 3 Monate
  • Kosmetischer Einsatz: Schuppige, trockene Haut. Neurodermitis.

Inhaltsstoffe

Im Vergleich zu dem bekannten Nachtkerzenöl weist Borretschsamenöl einen ca. doppelt so hohen Gehalt an γ-Linolensäure auf, jedoch deutlich weniger Linolsäure (40 % gegenüber ca. 70 % bei Nachtkerzenöl); auch ist sein Gehalt an gesättigten Fettsäuren höher. In dermatologischen Studien ist Nachtkerzenöl als Therapeutikum bei atopischer, barrieregestörter Haut populärer.

FettsäureDubois u. a.¹López-Martínez u. a.²
Palmitinsäure11,99,8
Stearinsäure4,33,4
Ölsäure18,715,3
Linolsäure38,541,2
γ-Linolensäure21,922,5
Erucasäure2,12,5
Quelle: ¹ Datenbank SOFA (2007), ² Datenbank SOFA (2007)
Fettsäurespektrum von Borretschsamenöl
Fettsäurespektrum von Borretschsamenöl
(Borago Officinalis (Borage) Seed Oil)

Kosmetischer Einsatz von Borretschsamenöl

Borretschsamenöl ist das Öl mit dem höchsten Gehalt an Gamma-Linolensäure (ca. 21 %, zum Vergleich: Nachtkerzenöl enthält ca. 10 %, Hanföl ca. 3 % γ-Linolensäure). Es eignet sich hervorragend zur Pflege neurodermitischer, entzündlicher und schuppiger Haut und kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Die ernährungsphysiologisch kritische Erucasäure liegt mit unter 5% unter dem gesetzlichen Grenzwert für Lebensmittelöle. Kritisch wird bisweilen auch die Möglichkeit gesehen, dass die in der Pflanze enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide bei unsachgemäßer Gewinnung auch ins Öl gelangen könnten; faktisch scheinen diese jedoch nur in Spuren oder gar nicht nachweisbar zu sein (H. Ippen: Gamma-linolenic acid better from evening primrose oil or from borage?, in: Zeitschrift für Phytotherapie 3/1995).

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