Beerenwachs (Rhus Verniciflua (Peel) Cera

Beerenwachs

Die vegane Alternative zu Bienenwachs

INCI: Rhus Verniciflua (Peel) Cera

Als rein pflanzliches Produkt wird Beerenwachs aus der Fruchtschale des zu den Sumachgewächsen (Anarcadiaceae) zählenden Lacksumachs Rhus Verniciflua (englisch Lacquer Tree oder Varnish Tree) gewonnen, aus dessen aus dem Stamm gewonnenen Milch der bekannte Japan- oder Chinalack produziert wird. Die Beeren werden in Kesseln gekocht; anschließend kann die fettige Rohmasse abgeschöpft und schonend filtiert werden.

Beerenwachs enthält primär Palmitin- und Stearinsäure. Es ist eine spezifische, langkettige C21-Fettsäure – die Japansäure (Heneicosandisäure) – die Beerenwachs den wachsartigen Charakter verleiht. Tatsächlich ist Beerenwachs aus chemischer Sicht kein Wachs, es ist ein Pflanzenfett.

Beerenwachs (Rhus Verniciflua (Peel) Cera

Rhus Verniciflua (Peel) Cera

  • CAS-Nummer: 225234-38-8
  • Funktion: Konsistenzgeber, Koemulgator
  • Schmelzpunkt: ca. 52 °C
  • Jodzahl: 30
  • Verseifungszahl: 180–200

Wirkung und kosmetischer Einsatz

Sein spezifisches Schmelzverhalten und seine weiche Konsistenz prädestinieren Beerenwachs als konsistenzgebende, leicht koemulgierende und rückfettende Komponente in Lippen- und Pflegestiften, Oleogelen sowie O/W- und W/O-Emulsionen in der Haut- und Haarpflege und der dekorativen Kosmetik. Charakteristisch ist seine halbtransparente, gelartige Struktur, wenn es in Rizinusöl aufgeschmolzen wird. Seine angenehme Haptik basiert auf seinem spezifischen Fettsäuremuster und einem Schmelzpunkt nahe der Hauttemperatur.

Durch seinen Schmelzpunkt um die 52° C ist Beerenwachs weicher als Bienenwachs (Schmelzpunkt ca. 61–65° C). Je nach Rezeptur (z. B. Lippenstifte) muss der niedrigere Schmelzpunkt berücksichtigt und mit höher schmelzenden Wachsen ausgeglichen werden. Dennoch fungiert es, wie sein Pendant, das Japanwachs, in vielen Produkten als Bienenwachsersatz.

In Lipgloss ist Beerenwachs eine hervorragende, geschmeidige und nichtklebende Komponente zur Regulation der Konsistenz, das eine angenehm gelartige, halbtransparente Produktmatrix erzeugt (vor allem in Rizinusöl bzw. in Mischungen mit diesem Öl ausgeprägt).

In Emulsionen zeigt Beerenwachs eine sehr angenehme Haptik und wirkt deutlich weniger filmbildend als Bienenwachs.

Verarbeitung von Beerenwachs

Beerenwachs wird wie andere Wachse in der Fettphase aufgeschmolzen.

Dosierung

Dosieren Sie Beerenwachs in wasserbetonten O/W-Emulsionen in der Regel nicht höher als 1 %, wenn sie andere Konsistenzgeber (insbesondere Fettalkohole oder Stearate) verwenden. In W/O-Emulsionen mit hohem Lipidanteil kann es deutlich höher (bis zu 5 %) dosiert werden. In Oleogelen reichen ca. 4–5 % für eine angenehme Konsistenz.

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